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Bundestag verbietet Sonnenstudio für Jugendliche

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Berlin (dpa) - Für Jugendliche soll der Besuch in Sonnenstudios künftig verboten sein, weil das Risiko von Hautkrebs bei einem regelmäßigen Besuch durch die künstliche UV-Strahlung erheblich steigt.

Der Bundestag beschloss mit der Mehrheit von Koalition, Grünen und Linken, dass unter 18-Jährige keine Solarien mehr nutzen dürfen. Das Strahlenschutzgesetz, in dem das Verbot geregelt ist, gehört zu mehreren Umweltgesetzen, die von dem gescheiterten Umweltgesetzbuch übrig geblieben sind. Der Bundesrat muss noch abschließend entscheiden.

Wer unter 30 Jahren beginnt, regelmäßig auf die Sonnenbank zu gehen, erhöht sein Risiko der gesamten Lebenszeit für Hautkrebs um 75 Prozent, schätzt die Deutsche Krebshilfe. Pro Jahr erkranken in Deutschland nach Angaben der Krebshilfe mehr als 140 000 Menschen an Hautkrebs, darunter rund 22 000 an dem gefährlichen Schwarzen Hautkrebs, dem malignen Melanom. Etwa 3000 Bundesbürger sterben jährlich am Schwarzen Hautkrebs. Geplant sind Geldstrafen für die Betreiber von Solarien, wenn sie Jugendlichen doch den Besuch der Sonnenbank erlauben. Die neuen Regeln gelten nicht für Sonnenbänke in Privathäusern.

Auch Patienten in Arzt- und Zahnarztpraxen sollen besser vor Strahlung geschützt werden. Dabei sollen bestimmte Grenzwerte nicht überschritten werden, und nur Fachärzte sollen eine Strahlen-Therapie veranlassen dürfen.

Die Solarienbranche leidet unter einem Rückgang des Interesses. Nach Angaben des Sonnenstudio-Verbands Photomed sank die Zahl der Betriebe von 8500 Anfang dieses Jahrzehnts auf rund 4200 Anfang dieses Jahres.

Umwelt / Bundestag
19.06.2009 · 13:19 Uhr
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