News
 

Bundesregierung wünscht Freilassung von Liu Xiaobo

Steffen SeibertGroßansicht

Berlin/Oslo (dpa) - Die Bundesregierung hat dem inhaftierten chinesischen Menschenrechtler Liu Xiaobo zum Friedensnobelpreis gratuliert und sich erneut für dessen Freilassung eingesetzt.

«Die Bundesregierung wünscht sich, dass er aus der Haft freikommt und diesen Preis selber in Empfang nehmen kann», sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. Deutschland habe sich in der Vergangenheit für die Freilassung von Liu Xiaobo eingesetzt, «und sie wird das auch jetzt tun».

Der Nobelpreisträger sei «ein mutiger Mann, ein Mann, der in seiner Heimat Demokratie und Menschenrechten zur Durchsetzung verhelfen will», sagte Seibert. Liu Xiaobo habe aber auch immer offen gesagt, «dass das ein langwieriger und ein mühseliger Prozess ist, der unter allen Umständen gewaltfrei bleiben muss». Die Bundesregierung wisse, dass China dabei seinen eigenen Weg finden müsse. «Xiaobo fordert, den Hass abzulegen. Und wenn man liest, wie respektvoll er sich über seinen eigenen Zellenwärter äußert, dann muss einen auch das beeindrucken», sagte Seibert.

Der norwegische Chef des Nobelpreiskomitees, Thorbjørn Jagland, hatte die Entscheidung für Liu Xiaobo mit dem «langen gewaltlosen Kampf für zentrale Menschenrechte» des Chinesen in seinem Land begründet. Der 54-Jährige sei zu elf Jahren Haft verurteilt worden, weil er seine politische Meinung verbreitet habe.

Nobelpreise / International / Reaktionen / China
08.10.2010 · 13:03 Uhr
[0 Kommentare]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
 

 

Weitere Themen