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Bundesregierung stoppt Luftfracht aus dem Jemen

DHL-Mitarbeiter ziehen einen Luftfrachtcontainer zum Entladen ins DHL Hub auf dem Flughafen Leipzig/Halle (Archivbild).Großansicht

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung zieht erste Konsequenzen für die Luftfracht, weil einer der beiden für die USA bestimmten Sprengsätze aus dem Jemen in Deutschland umgeladen worden war.

Innenminister Thomas de Maizière (CDU) sagte am Samstagabend der «Bild am Sonntag»: «Die Bundesregierung stellt sicher, dass ab sofort keine Luftfracht aus dem Jemen mehr in Deutschland ankommt.» Zuvor hatte bereits Frankreich am Samstag alle Frachtflüge aus dem Jemen gestoppt.

Nach Informationen der Zeitung aus Sicherheitskreisen wurde das Paket mit dem Sprengsatz auf dem Flughafen East Midlands aufgrund einer Warnung des Bundeskriminalamtes (BKA) sichergestellt. Das BKA hatte zuvor Hinweise aus Saudi-Arabien auf das verdächtige Paket erhalten, konnte den Weitertransport vom Flughafen Köln/Bonn durch den Paketservice UPS aber nicht mehr stoppen, berichtet «Bild am Sonntag» weiter.

Zwei eher zufällig vereitelte Bombenanschläge mit Luftpostpaketen auf Ziele in den USA hatten die Terrorfahnder in Alarmstimmung versetzt. Nach einer Bitte der amerikanischen Luftsicherheitsbehörde (TSA) und in Abstimmung mit dem Bundesinnenministerium hatte das Verkehrsministerium am Abend die DHL gebeten, Fracht aus dem Jemen auf ihrem Drehkreuz in Leipzig zu kontrollieren. Die DHL kam dieser Bitte unverzüglich nach, teilte das Verkehrsministerium mit. Das Unternehmen kontrolliere damit bis auf Weiteres die Fracht aus dem Jemen, gleichermaßen wie UPS und FedEx.

Terrorismus / USA / Großbritannien / Deutschland
31.10.2010 · 10:00 Uhr
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