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Bundesregierung: Scientology verliert Mitglieder

Niederlassung von Scientology in Berlin (Archivbild). Die umstrittene Organisation verliert nach Einschätzung der Bundesregierung Anhänger.

Berlin/München (dpa) - Die umstrittene Organisation Scientology verliert nach Einschätzung der Bundesregierung Anhänger. Das geht laut Bundestagspressedienst aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Linken-Fraktion hervor.

Demnach hat Scientology in Deutschland derzeit 4500 Mitglieder. Nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden ist die Mitgliederzahl rückläufig, wie es in der Antwort hieß. Vergleichszahlen aus früheren Jahren wurden allerdings nicht genannt.

Der Darstellung der Bundesregierung widersprach die «Scientology Kirche Deutschland e.V.» in einer Mitteilung. Die Mitgliederzahl in Deutschland habe sich in den vergangenen Jahren in Deutschland leicht erhöht. In Deutschland gebe es ungefähr 12 000 aktive Scientologen.

Die Organisation, die sich selbst als Kirche bezeichnet, steht seit Jahren in Deutschland unter staatlicher Beobachtung. Die Bundesregierung sieht die Organisation nicht als Religionsgemeinschaft an. Sekten-Experten werfen Scientology vor, ihre Anhänger psychisch und finanziell abhängig zu machen.

Bund und Länder gehen der Antwort auf die Linken-Anfrage zufolge weiter davon aus, dass Scientology verfassungsfeindliche Ziele verfolgt. Daraus ergebe sich die Notwendigkeit einer Beobachtung durch den Verfassungsschutz.

Der Organisation werden neben «Scientology-Kirchen», den sogenannten Orgs, den «Missionen» und «Celebrity-Centern» fast ein Dutzend weitere Initiativen und Vereine zugerechnet. Nach Angaben des Vereins konzentrieren sich die «Scientology-Kirchen» und «Missionen» verstärkt auf Drogenpräventions- und Menschenrechts-Kampagnen.

Gesellschaft / Scientology
05.05.2011 · 15:38 Uhr
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