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Bundesregierung mahnt Kasachstan zur Schuldentilgung an

Berlin/Astana (dts) - In scharfem Ton hat die Bundesrepublik die Regierung Kasachstans gemahnt, ihre Schulden gegenüber deutschen Firmen und Banken zurückzuzahlen. Ein entsprechendes Schreiben hat der frühere Bundeswirtschaftsministers Karl-Theodor zu Guttenberg nach "Spiegel"-Informationen Ende Oktober dem kasachischen Premierminister Karim Massimow geschickt. Lenke der Regierungschef nicht ein, könnten die guten Beziehungen zwischen beiden Ländern Schaden nehmen, heißt es in dem Brief. Zwei der größten kasachischen Banken, darunter die mehrheitlich staatseigene BTA, stehen im Zuge der Finanzkrise vor der Pleite. Sie können ihre Auslandsverbindlichkeiten in Höhe von rund 15 Milliarden Dollar nicht bedienen, was sowohl den deutschen Steuerzahler als auch deutsche Banken und Exporteure teuer zu stehen kommen könnte. Guttenberg betonte, er habe keinerlei Verständnis dafür, wenn die kasachische Regierung Banken von systemischer Relevanz straucheln ließe. Rund 800 Millionen Euro der Forderungen gegenüber Kasachstan sind vom Bund über Hermes-Bürgschaften abgesichert. Der kasachische Staat fühlt sich jedoch nicht mehr in der Verantwortung, nachdem er seit Ende vergangenen Jahres vier Milliarden Dollar zur Rettung der Banken bereitgestellt hat. Guttenberg hat inzwischen angeboten, die Rückzahlung drei Jahre zu stunden, sofern die kasachische Regierung eine staatliche Garantie zur Tilgung der Kredite übernehme. Dazu ist Kasachstan bisher jedoch nicht bereit.
DEU / Kasachstan / Banken / Krise
15.11.2009 · 14:13 Uhr
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