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Bundesregierung: IWF wieder voll handlungsfähig

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung sieht nach dem Rücktritt von IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn die umfassende Arbeitsfähigkeit des Währungsfonds gesichert. «Mit diesem Schritt kann der IWF schnell wieder zur vollen Handlungsfähigkeit zurückkehren», erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert am Donnerstag in Berlin.

Die Entscheidung Strauss-Kahns, vom Posten des geschäftsführenden Direktors des Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückzutreten, werde von der Bundesregierung respektiert. Strauss-Kahn hatte kurz zuvor nach Angaben des IWF seinen Rücktritt erklärt. Ihm wird versuchte Vergewaltigung vorgeworfen. In einer IWF-Erklärung wies der beschuldigte französische Spitzenpolitiker die Vorwürfe zurück.

Seibert betonte, Strauss-Kahn habe in einer schwierigen weltwirtschaftlichen Phase wertvolle Arbeit für den IWF geleistet. Der Fonds werde bei der Bewältigung der Folgen der Finanzkrise auch weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Zur Nachfolge an der IWF-Spitze äußerte sich Seibert nicht.

Zuletzt hatte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) angesichts der Rettungshilfen für kriselnde Euro-Länder dafür ausgesprochen, dass erneut ein Europäer den Vorsitz beim IWF übernehmen sollte. Allerdings pochen aufstrebende Volkswirtschaften wie China, Indien und Brasilien darauf, dass erstmals ein Vertreter eines Schwellenlandes die Führung des Fonds übernimmt.

Kriminalität / IWF / Bundesregierung / USA
19.05.2011 · 10:48 Uhr
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