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Bundesregierung erwägt EU-Aufpasser für Griechenland

Berlin (dts) - Die Bundesregierung erwägt die Einsetzung eines Sonderbeauftragten für Griechenland. Die Idee wird vor allem in der Spitze des Bundesfinanzministeriums unterstützt, berichtet die Tageszeitung "Die Welt" unter Berufung auf hochrangige Kreise der Regierungskoalition. Kanzlerin Angela Merkel ist in dieser Frage noch unentschieden. Der neue Amtsinhaber soll ein Büro in Brüssel und in Athen haben. Der sogenannte "Special Representative" soll vor allem die Umsetzung des griechischen Sparprogramms vor Ort überwachen und helfen, das Vertrauen der Finanzmärkte in Griechenland zurückzugewinnen. Zugleich könnte er als "Blitzableiter" für die Proteste in der griechischen Bevölkerung dienen, hieß es. Im Gespräch für das neue Amt ist der Vizepräsident der Europäischen Zentralbank (EZB) Lucas Papademos. Das hoch verschuldete Griechenland hatte Mitte dieser Woche unter dem Druck der EU ein Sparpaket über 4,8 Milliarden Euro vorgestellt. Ziel ist, das Haushaltsdefizit in diesem Jahr auf 8,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu senken.
DEU / Griechenland / Weltpolitik / Finanzen / Wirtschaftskrise
05.03.2010 · 04:10 Uhr
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