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Bundespräsident zu Besuch in China eingetroffen

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Peking (dpa) - Bundespräsident Horst Köhler ist zu einem fünftägigen Besuch in China eingetroffen. Ein Thema seiner Gespräche mit der chinesischen Führung in Peking wird die weltweite Krise der Finanzmärkte sein. Zum Auftakt am Montag trifft Köhler mit Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao zusammen.

Nach Gesprächen mit Ministerpräsident Wen Jiabao und Zentralbankchef Zhou Xiaochuan am Dienstag reist der Bundespräsident nach Shanghai weiter, wo er am Mittwoch am Deutschland-Tag der Weltausstellung teilnehmen wird.

Dass sich der Bundespräsident bei offiziellen Länderbesuchen mit dem Chef der Notenbank trifft, gilt als ungewöhnlich. Auch dabei dürfte es vor allem um die internationale Finanzkrise und den Spekulationsdruck auf den Euro gehen. Erst vor wenigen Tagen hatte Köhler erneut scharf politische Versäumnisse bei der Regulierung der internationalen Finanzmärkte beklagt. Köhler wird von einer großen Wirtschaftsdelegation begleitet.

Vor Beginn der Visite forderten die Ehefrauen der beiden bekanntesten chinesischen Bürgerrechtler Liu Xiaobo und Hu Jia den Bundespräsidenten auf, sich für die Freilassung ihrer Männer einzusetzen. Internationaler Druck auf Chinas Führung sei wichtig für die Einhaltung der Menschenrechte, sagten Liu Xia und Zeng Jinyan der Nachrichtenagentur dpa.

International / China / Deutschland
17.05.2010 · 08:35 Uhr
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