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Bundeskriminalamt wehrt sich gegen Fusionspläne von de Maizière

Wiesbaden (dts) - Im Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden formiert sich Widerstand gegen die Fusionspläne mit der Bundespolizei. "Der Innenminister muss zu uns kommen und den Mitarbeitern sein Vorhaben erläutern. Da wird er sich Kritik anhören müssen", sagte der BKA-Gesamtpersonalratschef Jürgen Vorbeck der Tageszeitung "Die Welt" (Freitagausgabe).

Viele Kollegen hätten unterschwellig das Gefühl, dass das BKA nur die untergeordnete Säule einer Mammutbehörde sein solle. "Ich habe Zweifel, dass ein solcher Apparat effektiver arbeiten wird", sagte Vorbeck. Die 21 Mitglieder des Personalrats sahen die Vorstellung der Pläne durch Innenminister Thomas de Maizière (CDU) und Ex-Verfassungsschutzpräsident Eckart Werthebach live im Fernsehsender "Phönix" teilweise mit Entsetzen an. "Dabei entstand bei unseren Personalräten viel Sprachlosigkeit", sagte Vorbeck der Zeitung. Es herrsche die große Sorge vor, dass das BKA als "Teil in einer großen amorphen Masse" aufgehen und an Schlagkraft verlieren könne. Sinnvollen Reorganisationsmaßnahmen werde man sich hingegen nicht verschließen.
DEU / Parteien / Justiz
10.12.2010 · 05:00 Uhr
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