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Bundesbank-Spitze: «Gravierende Verstöße» Sarrazins

Hamburg (dpa) - Bundesbankchef Axel Weber und sein Vize Franz-Christoph Zeitler haben ihrem von Ablösung bedrohten Vorstands-Kollegen Thilo Sarrazin «gravierende Verstöße» gegen seine Pflichten bei der Bundesbank vorgeworfen. Das «notwendige Vertrauensverhältnis» sei «nicht mehr gegeben».

Das berichtet das Magazin «Der Spiegel» unter Berufung auf einen Brief der beiden an Bundespräsident Christian Wulff, der über Sarrazins Abberufung entscheiden muss. Die Bundesbank sehe «keine andere Möglichkeit, als die Abberufung von Herrn Dr. Sarrazin aus seinem Amt zu beantragen», heiße es in dem Schreiben. Sarrazin habe gegen seine Pflichten «durch sein Verhalten in der Öffentlichkeit in gravierender Weise verstoßen». Dazu zähle die Pflicht, «sich jederzeit in einer Weise zu verhalten, die das Ansehen der Deutschen Bundesbank und das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Deutsche Bundesbank aufrechterhält und fördert».

Mit dem Brief ging Wulff eine juristische Expertise zu, in der alle Interview-Äußerungen aufgeführt seien, mit denen Sarrazin während seiner Zeit bei der Bundesbank seit 2009 gegen die Haltung der Frankfurter Notenbank verstoßen habe. Das Gutachten kommt zu dem Schluss, dass Sarrazin für den Rest seiner Amtszeit, also bis 2014, nicht mehr die Einsicht aufbringen könne, dass sein derzeitiges Vorgehen die Bundesbank belastet.

Migration / Integration / Bundesbank
05.09.2010 · 09:52 Uhr
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