"Dies birgt aus meiner Sicht durchaus Risiken - Risiken aus mittelfristigen Verwerfungen wie Preisblasen oder eine übermäßige Verschuldung, die mitunter zunächst unzureichend beachtet werden", erklärte der Währungshüter. "Nicht zu vergessen, kann eine durch expansive Fiskalpolitik weiter steigende Verschuldung von Programmländern auch die finanziellen Risiken für den IWF bzw. seine Geldgeber erhöhen."
Dombret äußerte darüber hinaus seine Erwartung, dass die USA die im Dezember 2010 beschlossene Kapitalerhöhung (Quotenerhöhung) des IWF ratifizieren werden. Geplant ist, dass der Prozess beim IWF-Herbsttreffen im Oktober in Tokio abgeschlossen wird. Das Bundesbank-Vorstandsmitglied betonte aber auch, dass die finanziellen Ressourcen des Fonds derzeit ausreichend seien, unter anderem wegen der bilateralen Kreditlinien einer Vielzahl von IWF-Mitgliedsländern an den Fonds.
DJG/chg