News
 

Bund: Hängepartie schadet Opel nicht

Opel-WerkGroßansicht
Berlin (dpa) - Die Hängepartie in den Verhandlungen mit General Motors hat laut Bundesregierung derzeit keine Auswirkungen auf das operative Geschäft von Opel.

Dank der staatlichen Brückenfinanzierung - der Autobauer erhielt ein Darlehen von 1,5 Milliarden Euro - reiche die Liquidität aus, sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm am Montag. Er teile nicht die Sorgen, dass sich die Situation von Opel wegen der Verzögerung verschlechtert habe. So hätten sich die Bedingungen sogar verbessert. So habe zum Beispiel der Zulieferer Magna in den Verhandlungen zugesagt, mehr eigenes Geld in Opel stecken zu wollen.

Nach Einschätzung der Bundesregierung gibt es derzeit keine Anzeichen dafür, dass General Motors (GM) Opel behalten und den Verkaufsprozess abblasen will. Die Regierung habe keine Anhaltspunkte, dass es zu einer Meinungsänderung in Detroit gekommen sei, sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm am Montag in Berlin. Ob und an wen verkauft werde, sei aber allein Sache des Eigentümers GM. Bund und Länder könnten nur über die Bedingungen für die staatlichen Darlehen und Bürgschaften verhandeln.

Nach Ansicht des Gewerkschafters Armin Schild tobt bei GM ein Machtkampf um den Opel-Teilverkauf. «Es gibt eine Menge Menschen bei GM, deren Karriereleiter basiert auf der Existenz einer domestizierten Unternehmens Opel», sagte der Leiter des IG-Metall-Bezirks Frankfurt am Montag im ZDF-Morgenmagazin. Es sei Aufgabe der Politik in Deutschland, Europa und den USA, das Unternehmen Opel vor den Einzelinteressen eines Teils des GM- Managements zu schützen.

Der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat der Adam Opel GmbH sieht weiterhin handfeste Vorteile in einer Zusammenarbeit mit dem austro- kanadischen Zulieferer Magna. Es entstehe eine strategische Zusammenarbeit mit einem sehr leistungsfähigen Industriekonzern, der im Bereich des Automobilbaus eigene technologische Kompetenz mit der von Opel «verheiraten» würde. Das werde die Handlungsfähigkeit von Opel in der Zukunft verbessern.

Probleme mit den russischen Magna-Partnern seien seines Wissens nach ausgeräumt, sagte Schild. «Es geht hier nicht mehr darum, dass GM befürchten müsste, sich selbst Konkurrenz heranzuzüchten, das kann man alles regeln. Das ist auch alles abgesprochen und gelöst.»

Auto / Opel
24.08.2009 · 15:09 Uhr
[0 Kommentare]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
Es liegen momentan keine neuen Nachrichten vor.
 

 

News-Archiv

 
Diese Woche
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News

Weitere Themen