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Bulgarien, Rumänien und Ungarn pochen auf Minderheitenrechte

Sofia/Budapest/Bukarest (dpa) - Bulgarien, Rumänien und Ungarn verlangen, dass die neuen Machthaber im Nachbarland Ukraine weiter ihre ethnischen Minderheiten respektieren.

Die Regierungen der drei EU-Staaten äußerten sich am Dienstag besorgt über das Erstarken rechter Gruppen nach dem Umsturz in Kiew und protestierten gegen die Annullierung einer liberalen Sprachregelung für die Minderheiten.

In der Ukraine leben 200 000 ethnische Bulgaren, 400 000 ethnische Rumänen und rund 150 000 ethnische Ungarn.

Die Regierung in Sofia forderte, dass Bulgarisch wieder als regionale Sprache anerkannt wird. Alle Gruppen sollten in die ukrainische Gesellschaft integriert werden, sagte ein Sprecher des Außenministeriums im Staatsradio. Außenminister Kristian Wigenin habe sich deswegen bereits an den ukrainischen Botschafter in Sofia gewandt.

Rumäniens Staatspräsident Traian Basescu und Ungarns Außenminister Janos Martonyi äußerten sich ähnlich kritisch. Martonyi prangerte zudem einen Zwischenfall an, bei dem am Montag Vertreter des ultranationalistischen ukrainischen Rechten Sektors (Pravy Sektor) eine Veranstaltung ethnischer Ungarn im grenznahen Beregowo (Beregszasz) gestört haben sollen. In der Kleinstadt leben je zur Hälfte Ukrainer und ethnische Ungarn.

Minderheiten / Ukraine / Bulgarien
25.02.2014 · 19:25 Uhr
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