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Buback-Sohn hofft auf neuen RAF-Prozess

Michael BubackGroßansicht
Berlin (dpa) - Des Sohn des 1977 ermordeten Generalbundesanwalts Siegfried Buback, Michael Buback, hofft nach dem Haftbefehl gegen die ehemalige RAF-Terroristin Verena Becker auf einen neuen Prozess.

Es wäre zu wünschen, dass es zu einer Anklage und zu einem Prozess kommt, der dann die «vollständige Wahrheit» ans Licht bringt, sagte Buback der «Mitteldeutschen Zeitung (Samstag). «Ich hatte inzwischen die Hoffnung aufgegeben, dass diesem dringenden Tatverdacht nachgegangen wird», sagte Buback, der Becker seit langem für die Todesschützin hält. Bei dem Attentat im April 1977 waren auch zwei Begleiter Bubacks getötet worden.

«Ich habe viele Argumente für den dringenden Tatverdacht vorgelegt, offensichtlich sind jetzt noch Dinge hinzugekommen», sagte Michael Buback. «Es gibt vier voneinander unabhängige Zeugenaussagen, die eine zierliche Frau hinten auf dem Tat-Motorrad gesehen haben. Von dort wurde auch geschossen», sagte Buback der Zeitung.

Becker war am Donnerstag aufgrund eines dringenden Tatverdachts in Berlin festgenommen worden. Ihr wird eine Mittäterschaft an dem Mord vor 32 Jahren vorgeworfen, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit. Gegen die heute 57-Jährige wurde Haftbefehl erlassen, sie sollte am Freitag dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden.

Terrorismus / RAF
28.08.2009 · 16:55 Uhr
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