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Brüssel: Hilfsprogramm für Athen nicht unsozial

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Brüssel (dpa) - Vor dem Hintergrund neuer Streiks in Griechenland wehrt sich die EU-Kommission gegen den Eindruck, wonach das milliardenschwere Hilfsprogramm für den Schuldensünder unsozial sei.

Es lege großen Wert auf Reformen der Wirtschaft, die bisher unter anderem an mangelnder Wettbewerbsfähigkeit und Korruption litt, sagte der Sprecher von EU-Währungskommissar Olli Rehn am Mittwoch in Brüssel.

«Die soziale Lage ist im Zentrum unserer Sorgen.» Der Sprecher ging nicht im Detail auf die Beratungen der Euro-Kassenhüter vom Vorabend zu neuen Hilfen für Griechenland ein. «Es gibt bisher keine Entscheidungen. Die Beratungen werden am Sonntag in Luxemburg fortgesetzt werden.» Dann wollen die Euro-Finanzminister wieder zusammentreffen, um neue Milliardenhilfen für Athen zu verhandeln.

Griechenland bekommt bisher von den Euroländern und dem Internationalen Währungsfonds bereits Hilfen von 110 Milliarden Euro. Die nächste Tranche von 12 Milliarden Euro, die im Juli fließen soll, ist von europäischer Seite immer noch nicht beschlossen. Vorbedingung für die Tranchenauszahlung ist eine Vereinbarung über ein neues Hilfspaket, das nach Spekulationen 90 bis 120 Milliarden Euro erreichen könnte.

EU / Finanzen / Griechenland
15.06.2011 · 22:56 Uhr
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