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Brown will Gouverneur in Kalifornien werden

Brown und SchwarzeneggerGroßansicht
Los Angeles (dpa) - Der kalifornische Justizminister Jerry Brown (71) will die Nachfolge von Arnold Schwarzenegger antreten, der Ende des Jahres nach zwei Amtszeiten aufhören muss.

Am Dienstag gab der Demokrat seine Kandidatur für die Gouverneurswahlen in dem US-Westküstenstaat bekannt. Brown war bereits von 1975 bis 1983 Gouverneur von Kalifornien. Die Wahlen finden im November statt.

Das unter massiven Budgetproblemen leidende Kalifornien brauche eine Führung mit «dem Wissen eines Insiders und dem Verstand eines Outsiders», sagte Brown auf seiner Wahlkampf-Homepage JerryBrown.org. «Wir haben leider herausfinden müssen, dass nichts zu wissen, nicht gut ist», sagte der Politiker mit Blick auf Schwarzenegger, der als Politikneuling zum Gouverneur gewählt worden war. Brown verwies auf seine erste Amtszeit in den 1970er Jahren, in der er Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen habe.

Für die Republikaner sind die millionenschwere frühere Ebay-Chefin Meg Whitman und der Geschäftsmann Steve Poizner im Rennen. Whitman habe bereits knapp 40 Millionen Dollar aus eigener Tasche für den Wahlkampf ausgegeben, berichtete der «San Francisco Chronicle» am Dienstag. Sie verweist auf ihre langjährige Wirtschaftserfahrung als Unternehmerin.

Brown, dessen Vater ebenfalls als Gouverneur von Kalifornien diente, tat sich in den 1960er und 1970er Jahren als Vietnamkriegsgegner und als Sprachrohr der liberalen Bewegung hervor. Der studierte Jurist war zunächst Staatssekretär in Kalifornien und trat 1975 die Nachfolge von Gouverneur Ronald Reagan an.

Mitte Februar hatte sich bereits Frederic Prinz von Anhalt (66), der deutsche Ehemann von Hollywood-Diva Zsa Zsa Gabor (92), offiziell als Kandidat aufstellen lassen. Der Wahl-Kalifornier mit deutscher und amerikanischer Staatsbürgerschaft tritt als parteiloser Kandidat an. Seine Bewerbung sorgte für humorige Schlagzeilen, politisches Gewicht wurde ihr aber nicht beigemessen. Von April bis Juni muss er 10 000 Unterschriften sammeln, um auf die endgültige Kandidatenliste zu kommen.

Politik / Kalifornien / USA
03.03.2010 · 10:47 Uhr
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