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Britischer «Ufo-Hacker» erleidet neuen Rückschlag

Ein britischer Hacker hat auf der Suche nach Ufos Computer des US-Militärs durchstöbert.
London (dpa) - Ein britischer Hacker, der angeblich auf der Suche nach Ufos in Computer des US-Militärs eingedrungen war, hat im Kampf gegen seine Auslieferung einen neuen Rückschlag erlitten.

Der britische Innenminister Alan Johnson lehnte am Donnerstagabend einen Einspruch gegen die Auslieferung ab, obwohl der Mann an einer Form von Autismus leidet. Der Hacker Gary McKinnon könnte nun innerhalb von Wochen an die USA ausgeliefert werden, wo ihm bis zu 60 Jahre Gefängnis drohen.

Seine Anwälte kündigten jedoch erneut Rechtsschritte gegen die Entscheidung an. Sie machen den Gesundheitszustand des 43-Jährigen geltend. McKinnon leidet an Asperger-Syndrom und ist nach Angaben seiner Anwälte selbstmordgefährdet. Seine Mutter nannte das Urteil der Regierung «barbarisch». Ihr Sohn werde schlimmer als «ein Tier» behandelt, sagte sie am Freitag dem Sender BBC.

Der Fall beschäftigt die Justiz nun seit rund sieben Jahren. Der arbeitslose Mann soll zwischen 2001 und 2002 fast 100 Computer der US-Armee, der Luftwaffe, der Marine und des Pentagons sowie der Raumfahrtbehörde NASA von einer Wohnung in London aus angezapft haben. Nach eigenen Angaben war er jedoch lediglich auf der Suche nach Informationen über Ufos. Menschenrechtsgruppen und Politiker protestieren seit langem gegen eine Auslieferung des Mannes, der Fall ging schon durch alle juristischen Instanzen.

Kriminalität / Justiz / Großbritannien / USA
27.11.2009 · 12:13 Uhr
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