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Britische Ölbohrungen verschärfen Streit um Falklandinseln

Stanley (dts) - Der Streit zwischen Großbritannien und Argentinien um die Falklandinseln hat sich erneut verschärft. Anlass sind die jüngsten britischen Ölbohrungen vor der auch "Malvinas" genannten Inselgruppe. Britische Ölgesellschaften hatten am Montag mit Probebohrungen vor der Küste der Inseln begonnen. Nun hat der argentinische Außenminister Jorge Taiana die Bohrungen gegenüber den Vereinten Nationen angegriffen und UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon zum Handeln aufgefordert. Der Vorfall verletze nach Ansicht Taianas "ausdrückliche Uno-Resolutionen, die verlangen, dass keine Partei einseitige Schritte ergreift, die die Situation erschweren könnten". Gleichzeitig forderte er einen Dialog zum Status der Falklandinseln und erwarte Großbritanniens Bereitschaft zu entsprechenden Verhandlung. Moon soll nach dem Willen Argentiniens in London dahingehend vermitteln. Der brasilianische Präsident Inacio Lula da Silva stellte sich unterdessen hinter Argentinien. "Welche geografische, politische oder wirtschaftliche Erklärung gibt es dafür, dass England auf den Malvinas ist?", so der Regierungschef. Venezuelas Präsident Hugo Chávez sieht im Vorgehen Großbritanniens eine "rüde Demonstration" von "Neokolonialismus". Die Falklandinseln gehören offiziell als Überseegebiet zu Großbritannien, Argentinien erhebt allerdings bereits seit 1833 vor geografischem Hintergrund Anspruch auf die Inselgruppe. Der Streit hatte im Jahr 1982 in einem Krieg gegipfelt, bei dem 900 Menschen starben.
Falklandinseln / Großbritannien / Argentinien / Weltpolitik
25.02.2010 · 10:23 Uhr
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