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Britische Geisel in Afghanistan getötet

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London (dpa) - Eine britische Sozialarbeiterin, die seit knapp zwei Wochen von Aufständischen in Afghanistan als Geisel festgehalten worden war, ist tot. Das teilte das britische Außenministerium am Samstag mit.

Die Terroristen hätten die 36 Jahre alte Schottin am Freitagabend während eines Befreiungsversuches getötet. An dem Befreiungsversuch waren nach ersten Informationen keine britischen Einsatzkräfte beteiligt. NATO-Alliierte und afghanische Stellen hätten ihr Bestes getan, sagte der britische Außenminister William Hague in einem Statement.

Darin hieß es am Samstag, die Frau sei in großer Gefahr gewesen. «Angesichts der Gefahr, in der sie war, und angesichts dessen, wer sie gekidnappt hat, haben wir entschieden, dass ihre größte Chance darin bestand, zu versuchen, sie zu befreien.» Nach Angaben der britischen Nachrichtenagentur PA wurden bei dem Befreiungsversuch auch sieben Aufständische getötet. Für den Tod der Britin seien ausschließlich die Geiselnehmer verantwortlich, heißt es in Hagues Statement weiter.

Die frühere Mitarbeiterin der Vereinten Nationen war für eine Firma namens Development Alternatives in Afghanistan. Die Frau koordinierte Wiederaufbau-Programme im Osten Afghanistans, die von den USA finanziert werden. Mit ihr gemeinsam waren drei Afghanen gekidnappt worden, als sie in einem Konvoi in der Provinz Kunar unterwegs waren. Die Einheimischen wurden vergangene Woche freigelassen. Die 36-Jährige ist die zweite britische Zivilisten innerhalb weniger Wochen, die in Afghanistan umkam, nachdem bereits im August eine Ärztin getötet worden war.

Terrorismus / Großbritannien / Afghanistan
09.10.2010 · 16:25 Uhr
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