myboni.de - Dein Bonusportal zum Geld verdienen.
 
News
 

Briten gedenken Amoklauf-Opfern

Briten gedenken Amoklauf-OpfernGroßansicht
London (dpa) - Bei mehreren Gedenkveranstaltungen haben die Menschen in Großbritannien am Sonntag der Opfer eines Amoklaufs mit 13 Toten am vergangenen Mittwoch gedacht.

Unter anderem waren Gottesdienste in Gemeinden der Grafschaft Cumbria angesetzt, wo der Amokläufer bei seiner tödlichen Tour zwölf Menschen erschossen und elf verletzt hatte. Der 52 Jahre alte Taxifahrer brachte sich anschließend in einem Waldstück um.

Die Familie des Mannes entschuldigte sich am Sonntag bei den Opfern mit einem offiziellen Statement, das sie über den Pastor der Gemeinde Lamplugh verbreiten ließ. «Wir möchten sagen, dass wir nicht wissen, warum unser Vater diese schrecklichen Taten begangen hat», hieß es in dem Schreiben der beiden Söhne des Amokläufers. «Für uns war er der freundlichste Mann, den man nur treffen konnte. Er war ein liebevoller Vater und erst vor kurzem Opa geworden.» Sie baten darum, die Familie in Ruhe trauern zu lassen.

Unterdessen kamen immer mehr mögliche Gründe für das Ausrasten des Mannes ans Tageslicht. So bestätigte die Polizei, dass die Steuerbehörde gegen ihn ermittelte. Man untersuche derzeit Papiere und einen Computer, die im Haus des Mannes in dem Dorf Rowrah sichergestellt worden seien, sagte ein Sprecher. Ein Abschiedsbrief oder eine Liste möglicher Opfer seien dort nicht gefunden worden. Freunde des Amokläufers hatten berichtet, er habe Angst gehabt, wegen Steuerbetrugs ins Gefängnis zu kommen.

Die Beamten untersuchen außerdem, ob der Mann während seiner Horrortour möglicherweise betrunken war. Vermutungen, hinter der Tat könnte eine Familienfehde stecken, wurden vom Testament des Vaters unterfüttert. Mehrere Medien zeigten das Dokument, in dem zu lesen war, dass der 52-Jährige nach dem Tod seines Vaters nichts geerbt, sein Zwillingsbruder hingegen 25 000 Pfund (derzeit 30 200 Euro) bekommen hatte. Das übrige Vermögen ging an die mittlerweile 90 Jahre alte Mutter. Die Polizei wollte sich dazu nicht äußern.

Der Mann hatte am Mittwochmorgen zuerst seinen Bruder und den Rechtsanwalt der Familie erschossen, bevor er in der Hafenstadt Whitehaven einen Taxifahrer-Kollegen tötete. Die Polizei geht auch Hinweisen auf einen Streit des Mannes mit anderen Taxifahrern nach.

Am Sonntag stellte sich heraus, dass ein weiterer Mann dem Tod womöglich knapp entgangen ist. Der Amokläufer hatte am Morgen bei einem Tauchlehrer, mit dem er ebenfalls Streit gehabt haben soll, an der Tür geklopft, wie Nachbarn in dem Dorf Wilton berichteten. Dieser hatte aber geschlafen und deshalb nicht aufgemacht.

Informationen Polizei Cumbria

Kriminalität / Großbritannien
06.06.2010 · 15:36 Uhr
[0 Kommentare]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
 

 

News-Archiv

 
Diese Woche
25.05.2017(Heute)
24.05.2017(Gestern)
23.05.2017(Di)
22.05.2017(Mo)
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News

Weitere Themen