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Brennstäbe im AKW Krümmel werden geprüft

Atomkraftwerk KrümmelGroßansicht
Geesthacht (dpa) - Der Energiekonzern Vattenfall will heute im Kernkraftwerk Krümmel mit der Analyse der Brennstäbe beginnen. Vattenfall hatte in der Vorwoche angekündigt, alle 80 000 Brennstäbe des abgeschalteten Meilers zu untersuchen, weil mindestens ein Stab defekt sei.

Mit dem Trafo-Kurzschluss am 4. Juli, der zur neuerlichen Abschaltung des Reaktors führte, habe der Brennstab-Defekt vermutlich direkt nichts zu tun, teilte der Versorger mit. Die genaue Ursache für den Kurzschluss am 4. Juli wird noch geprüft.

Unterdessen hat die FDP sich bei anhaltenden Sicherheitsmängeln für die Abschaltung des Atomkraftwerks ausgesprochen. «Wenn ein Betreiber sein Kernkraftwerk nicht sicher betreiben kann, dann muss ihm die Betriebserlaubnis entzogen werden», sagte FDP-Generalsekretär Dirk Niebel am Montag in Berlin. Er warf zugleich Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) vor, mit den Ängsten der Menschen Wahlkampf zu betreiben: «Wenn Gabriel suggeriert, ein Kernkraftwerk sei nicht sicher, dann muss er es abschalten.» Die FDP hält grundsätzlich an der Kernkraft als Übergangstechnologie fest, bis alternative Energiequellen wirtschaftlich eingesetzt werden können.

Energie / Atom
13.07.2009 · 12:52 Uhr
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