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Breite Zustimmung für die Wulff-Rede

Wulff am RednerpultGroßansicht

Berlin (dpa) - Die Rede von Bundespräsident Christian Wulff ist wegen ihrer Aussagen zur Integrationsdebatte und dem Bekenntnis zur europäischen Einigung auf Zustimmung gestoßen.

«Das klare Bekenntnis des Bundespräsidenten zu Europa war ein wichtiges Plädoyer gegen neue Tendenzen zur Renationalisierung», sagte Außenminister Guido Westerwelle (FDP) am Sonntag zu Wulffs Rede am Tag der Deutschen Einheit in Bremen.

Der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) begrüßte «die kritischen Worte des Bundespräsidenten zu der Panik-Debatte um Integration und Muslime in Deutschland». Der Ratsvorsitzende Klaus Bade betonte, Wulff habe vor einer falschen Konfrontation mit Verletzungen und Ausgrenzungen gewarnt. Er habe Probleme der Einwanderungsgesellschaft angesprochen, aber auch deutlich gemacht, dass Integration in Deutschland viel besser sei als ihr Ruf im Land. «Das hätten wir gerne schon früher aus Bellevue gehört», fügte der Professor hinzu.

Der Sachverständigenrat begrüßte allgemeine Orientierungshilfen und konkrete Vorschläge in der Rede. Das gelte für die Botschaft, die wachsende Vielfalt in der Einwanderungsgesellschaft als alltägliche Herausforderung anzunehmen. Die Rede des Bundespräsidenten sei zugleich ein Appell, die Gemeinsamkeit der Interessen bei der Gestaltung des Zusammenlebens in der Einwanderungsgesellschaft deutlicher werden zu lassen.

Geschichte / Einheit / Bundespräsident / Reaktionen
03.10.2010 · 22:13 Uhr
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