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Braunschweiger Salafisten-Schule vor dem Aus

Braunschweig (dts) - Die salafistischen "Islamschule Braunschweig" darf ab sofort kein Fernstudium mehr anbieten. Das berichtet die Tageszeitung "Die Welt" unter Berufung auf Behördenkreise. Nach Informationen der Zeitung wurde der Schule des radikalen Predigers Mohammed C. keine Erlaubnis erteilt, Online-Studienkurse anzubieten.

Einen entsprechenden Antrag lehnte die "Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht" (ZFU) in der vergangenen Woche ab. Ein Gutachter war zu dem Ergebnis gekommen, die "Islamschule" besitze nicht die Voraussetzungen für eine Zulassung. Die Schulleitung wurde nach Informationen der "Welt" aufgefordert, ihre Webseite zu schließen. Die Sicherheitsbehörden haben die 2007 gegründete Lehreinrichtung bereits seit längerer Zeit im Blick. Junge Muslime würden durch die "Islamschule" an salafistische Ideologie herangeführt, heißt es von Seiten des niedersächsischen Verfassungsschutzes. Bis zu 300 Muslime aus dem gesamten Bundesgebiet waren zuletzt als Studenten bei Mohammed C. eingeschrieben. Nach eigenen Angaben lehrte die "Islamschule" nach den Richtlinien der Universität im saudi-arabischen Medina. Der Schulleiter Mohammed C. alias "Abu Anas" gilt als Vertreter eines radikalen Islams. In seinen Predigten schürte er laut dem niedersächsischen Verfassungsschutz, immer wieder Hass auf Christen und Juden. Zudem legitimiere er Gewalt gegen Frauen in der Ehe. Fünf Studenten der "Islamschule" waren nach Informationen der "Welt" an den gewalttätigen Salafisten-Krawallen von Bonn im Mai beteiligt. Einer von ihnen war Murat K., ein 25-jähriger Salafist aus Hessen, der bei einer Messerattacke zwei Polizisten lebensgefährlich verletzt hatte.
DEU / NDS / Religion
18.07.2012 · 03:37 Uhr
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