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Brandenburgs Ministerpräsident Platzeck: Ostdeutsche Politiker haben schlechtere Aufstiegschancen

Potsdam (dts) - Auch nach 20 Jahren deutscher Einheit sind die Aufstiegschancen für ostdeutsche Politiker nach den Worten von Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) schlechter als für die aus Westdeutschland. Platzeck sagte der "Süddeutschen Zeitung" (Montagausgabe), dass die beiden ostdeutschen Spitzenpolitiker, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundespräsident Joachim Gauck, eine Ausnahme seien. "Zwei an der Spitze sind klasse, aber nicht der Trend", fügte er hinzu.

Zwar fände er es als Ostdeutscher wunderschön, dass einer seiner Landsmänner nun im Schloss Bellevue sitze. Aber es gäbe durchaus noch Nachholbedarf. Dass Westdeutsche in ostdeutschen Landesregierungen säßen oder sogar Ministerpräsident seien, sorge nicht für Schlagzeilen. Die Berufung eines Ostdeutschen im Westen oder im Bund gelte dagegen als Sensation. Normal werde die Lage erst dann, "wenn sich keiner mehr wundert, dass man als Ostdeutscher fern der Heimat in eine Spitzenposition kommt", sagte Platzeck. Der SPD-Politiker ist seit dem Jahr 2000 Ministerpräsident in Brandenburg und der dienstälteste Regierungschef Ostdeutschlands. Im Bund, sagt Platzeck, seien Ostdeutsche in Führungspositionen immer noch Exoten. Er hofft, dass Bundespräsident Gauck, den er freundschaftlich Jochen nennt, für mehr Normalität sorgt.
DEU / BRN / Parteien / Wahlen
25.03.2012 · 18:35 Uhr
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