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Brandanschlag auf Haus der Wirtschaft in Berlin

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Berlin (dpa) - Erneut haben Unbekannte in Berlin einen offensichtlich politisch motivierten Brandanschlag verübt und dabei am Haus der Wirtschaft leichte Rußschäden verursacht.

Zwei Tage nach dem Brandanschlag auf die renommierte Stiftung Wissenschaft und Politik explodierte in der Nacht zu Donnerstag an der Rückseite des Hauses der Wirtschaft in Berlin-Charlottenburg eine Gaskartusche, wie die Polizei mitteilte. Verletzt wurde niemand. Die Täter werden der linksextremistischen Szene zugeschrieben. In der Nacht zu Dienstag waren vier Gaskartuschen am Gebäude der Stiftung Wissenschaft und Politik gezündet worden. Dabei brannte die Eingangstür.

Die Täter des Anschlags vom Donnerstag beschmierten die Fassade mit Hammer und Sichel sowie mit dem Schriftzug «RAZ»(für Revolutionäre Aktionszellen). Außerdem hinterließen sie eine Ausgabe der Szenezeitschrift «Radikal». Ein Bekennerschreiben liegt der Polizei bislang nicht vor. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. Das Feuer konnte rasch gelöscht werden, weil Anwohner gegen 1.00 Uhr eine Explosion gehört und die Feuerwehr alarmiert hatten. Im Haus der Wirtschaft haben die Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg und andere Wirtschaftsverbände ihren Sitz.

Die Polizei will nun über die Nacht stichprobenartig potenziell gefährdete politische Gebäude beobachten. Immer wieder kommt es zu Farb- oder Brandanschlägen auf Gebäude oder Autos in der Hauptstadt, meist nachts. Die Täter werden in der Regel in der linksextremen Szene vermutet.

Brände / Kriminalität / Extremismus / Berlin
04.02.2010 · 15:17 Uhr
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