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Brand in Altersheim: Retter gehen von 32 Toten aus

23. Januar: Eine Rauchwolke steht über der Seniorenresidenz in Quebec. Foto: Sûreté du Québec policeGroßansicht

Quebec City (dpa) - Ein halber Meter Eis türmt sich auf den Trümmern des Altersheimes in Kanada, in dem am Donnerstag ein Feuer gewütet hatte. Hoffnung auf Überlebende haben die Helfer nicht mehr. Dennoch wird es dauern, bis die Zahl der Toten als bestätigt gilt.

Nach dem verheerenden Feuer in einem kanadischen Altenheim ist die Zahl der geborgenen Toten auf 10 gestiegen - die Behörden rechnen aber mit bis zu 32 Toten. «Ich denke, wir können vom Schlimmsten ausgehen», sagte Polizeisprecher Guy Lapointe bei einer Pressekonferenz. Drei Tage nach dem Brand in L'Isle Verte wurden am Sonntag immer noch 22 Bewohner vermisst. Bei zweistelligen Minusgraden arbeiteten die Retter mit Dampfmaschinen, um die bis zu 60 Zentimeter dicke Eisschicht auf den Trümmern abzuschmelzen.

Solange nicht der Körper gefunden sei, werde ein Toter nicht bestätigt, sagte Lapointe. Der Eispanzer auf den Trümmern sei ein großes Problem. Die Brandursache blieb am Wochenende weiter unklar. Als eine mögliche Ursache wurde eine vergessene Zigarette diskutiert. «Das ist eine von vielen Theorien, die wir untersuchen», sagte Lapointe. Möglich sei auch ein defekter Elektro-Heizlüfter.

Das Feuer war am Donnerstagmorgen in dem Altersheim in L'Isle Verte ausgebrochen, einem 1500-Einwohner-Ort rund 230 Kilometer nordöstlich von Quebec. Am Sonntag sollte dort ein Trauergottesdienst stattfinden. Es handelt sich um eine der größten Katastrophen dieser Art in Kanada, nun wird vermehrt über die Sicherheit in Altersheimen diskutiert.

Brände / Kanada
26.01.2014 · 15:54 Uhr
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