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Brände in Kalifornien nach sechs Tagen eingedämmt

Jumbo im LöscheinsatzGroßansicht
San Francisco (dpa) - Nach dem sechstägigen Kampf von mehr als 3000 Feuerwehrleuten gegen die verheerenden Waldbrände bei Los Angeles können Helfer und Anwohner erstmals aufatmen.

Bis zum Mittwoch wurde das Feuer nordöstlich der kalifornischen Millionenmetropole um ein gutes Fünftel eingedämmt, teilten die Behörden mit. Auch das historische Mount Wilson-Observatorium nahe der Stadt wurde vor der Zerstörung durch die Flammen bewahrt. Die Feuerwehr sei zuversichtlich, dass die 105 Jahre alte Einrichtung gerettet sei, berichtete die «Los Angeles Times».

Die Bergregion, wo Sendetürme für rund 50 Fernseh- und Radiostationen stehen, war tagelang von einem Flammenmeer umgeben gewesen. Die Gebäude wurden vorsichtshalber mit feuerhemmenden Chemikalien besprüht. Löschflugzeuge ließen große Mengen Wasser über der Bergspitze ab.

Nach tagelanger Hitze und extremer Trockenheit war den Löschteams am Dienstag erstmals feuchtere Luft zur Hilfe gekommen. Tausende Menschen, die zuvor ihre Häuser räumen mussten, durften inzwischen in ihre Wohngebiete zurückkehren. Das Feuer hat mehr als 60 Gebäude zerstört. Eine Fläche von über 560 Quadratkilometern brannte ab. Der jüngste Brandeinsatz kostete den Staat Kalifornien bereits 21 Millionen Dollar, berichtete der Sender CNN. Gouverneur Arnold Schwarzenegger sagte den Opfern des Feuersturms umgehende Hilfe zu, damit sie «so schnell wie möglich wieder auf die Füße kommen». Der frühere Action-Star besuchte am Mittwoch die ausgebrannten Gebiete.

Supertanker löscht aus der Luft

Den Feuerwehrleuten kam auch ein «Supertanker» zur Hilfe. Das größte Löschflugzeug der Welt ist ein umgebauter Jumbo der amerikanischen Frachtfluggesellschaft Evergreen International Aviation. Die Maschine vom Typ Boeing 747 kann über 75 000 Liter Löschwasser aufnehmen - das ist achtmal mehr als normale Löschflugzeuge fassen. Kalifornien hat den Jumbo im Juli von der im Bundesstaat Oregon ansässigen Evergreen-Airline für die Waldbrand- Saison gemietet.

Angesichts der Ausmaße des Feuers ist die Zahl der abgebrannten Häuser verhältnismäßig gering. Die Feuerwalze hat aber ein riesiges schwarzes Loch in eine der beliebtesten Natur- und Wanderregionen nahe Los Angeles gerissen. Große Flächen mit Kiefernwäldern und Büschen sind vollständig verkohlt.

Der Brand forderte auch Menschenleben: Am Sonntag starben zwei Feuerwehrleute, als ihr Fahrzeug einen steilen Abhang hinabstürzte. Mehrere Anwohner, die ihre Häuser nicht geräumt hatten, erlitten Verbrennungen. Doch eine Katastrophe wie in früheren Jahren ist glücklicherweise ausgeblieben. Unvergessen sind die schweren Brände vom Herbst 2007. Damals hatte das Flammenmeer zwischen San Diego und Malibu zeitweise eine Million Menschen in die Flucht getrieben. Mehr als 1500 Häuser wurden zerstört, zwölf Menschen kamen ums Leben.

Brände / USA
02.09.2009 · 19:29 Uhr
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