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BP startet "Top Kill"-Verfahren im Kampf gegen Ölpest

Washington (dts) - Der Ölkonzern BP wird heute einen neuen Versuch starten, das Ölleck im Golf von Mexiko zu stopfen. Bei dem sogenannten "Top Kill"-Verfahren sollen durch ein Rohr tausende Liter schweren Ölschlamms in das Leck gepumpt werden. Der Gegendruck soll das austretende Öl dann stoppen. Im Anschluss soll das Loch mit Zement abgedichtet werden. Das Verfahren wurde allerdings in der Tiefe von 1.500 Meter noch nie getestet. Das Hauptproblem besteht in der Frage, ob das Sicherheitsventil und seine fünf Öffnungen, durch die der Schlamm gepumpt werden sollen, dem Druck standhalten. Auch die Hülle des Steigrohrs könnte durch den Beschuss beschädigt werden. BP selbst rechnet mit einer Erfolgschance von 60 bis 70 Prozent. Sollte der heutige Test an Druckventil und Steigleitung negativ ausfallen, könnte das Vorhaben verschoben oder gar abgesagt werden. Mittlerweile wurde das Öl an der US-amerikanischen Küste auf einer Breite von 110 Kilometer angeschwemmt. US-Präsident Barack Obama reist heute in die Region, um die Schäden zu begutachten. Obama will im Zuge der Katastrophe strengere Sicherheitsvorkehrungen für Ölbohrungen im Meer einführen.
USA / Natur / Unglücke
26.05.2010 · 10:27 Uhr
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