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BP-Kreditwürdigkeit fast auf Ramschstatus gesenkt

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London (dpa) - Das Rating des britischen Energiekonzerns BP ist am Dienstag fast auf Ramschstatus herabgestuft worden. Die US-Ratingagentur Fitch senkte die Kreditwürdigkeit des Ölriesen von «AA» um sechs Stufen auf «BBB». Das ist die zweitniedrigste Anlage-Empfehlung.

Grund dafür ist laut einer Mitteilung von Fitch die zunehmende Sorge vor den katastrophalen finanziellen Konsequenzen nach der Ölpest im Golf von Mexiko. Die Ratingagentur hatte die Kreditwürdigkeit erst vor zwei Wochen herabgestuft. Damit wird es für den Konzern auch teurer, sich Geld zu leihen.

Die Ölpest nahm für BP drastischere Ausmaße an. US-Politiker forderten von den Briten, 20 Milliarden Dollar (derzeit 16 Mrd Euro) in einen Fonds für die Säuberung der US-Küste zu zahlen. Forscher rechneten zudem mit einem deutlich höheren Auslaufen von Öl ins Meer, als BP es bislang angegeben hatte.

Die Kosten für Säuberung und Schadensersatz summierten sich laut Fitch auf zuletzt sechs Milliarden Dollar. Hinzu kommen womöglich auch Bußgelder in Höhe von bis zu acht Milliarden Dollar. Die Klärung der langfristigen Forderungen könnte Jahrzehnte dauern, ähnlich wie nach der Ölpest, die der Tanker Exxon Valdez vor Alaska im Jahr 1989 ausgelöst hatte.

Der Aufsichtsrat tagte am Montag, um ein Aussetzen der Dividende erstmalig seit 1992 zu beraten. Das Ergebnis der Sitzung wurde noch nicht bekanntgegeben. Fitch-Analyst Jeffery Woodruff sagte, er wäre überrascht, wenn die Firma die Dividende nicht aussetzt, bis das ganze Ausmaß deutlich geworden ist.

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Umwelt / Öl / Großbritannien / USA
16.06.2010 · 09:26 Uhr
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