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Bombenentschärfung in Koblenz: 45.000 Menschen müssen Häuser verlassen

Koblent (dts) - In Koblenz müssen wegen einer Bombenentschärfung am Sonntag rund 45.000 Menschen ihre Häuser verlassen. Im Evakuierungsbereich liegen auch zwei Kliniken, sieben Altenheime und ein Gefängnis. Wie ein Sprecher des Deutschen Roten Kreuzes mitteilte, seinen bereits am Mittwoch die ersten Patienten aus Krankenhäusern in der Sperrzone verlegt worden.

Besonders schwierig gestaltet sich die Räumung des Gefängnisses, von der etwa 200 Häftlinge betroffen sind. "Wir haben zum Beispiel die Tätertrennung zu beachten." Wenn es sich um "Tatgenossen" handele, müssten die Häftlinge getrennt bleiben, erklärte Leiter Josef Maldener. Am Freitag beginne man mit der Umverteilung auf andere Haftanstalten des Landes. Auch im Bahnverkehr wird am Sonntag mit Verspätungen gerechnet. Nach Angaben der Deutschen Bahn wird der Koblenzer Hauptbahnhof bis 8.00 Uhr geräumt. Anschließend sollen bis zur geplanten Entschärfung am Nachmittag noch einige Züge ohne Halt durch Koblenz fahren. Im Rhein bei Koblenz war eine drei Meter lange und 1,8 Tonnen schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Helfer versuchen nun mit sogenannten "Big Bags" die Bombe bis Sonntag trocken zu legen. Bei den Evakuierungsmaßnahmen handelt es sich um die Größten in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg.
DEU / Straßenverkehr / Zugverkehr / Gesellschaft
01.12.2011 · 23:48 Uhr
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