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Bomben-Explosion im Zentrum Athens

Ausgebrannter WagenGroßansicht

Athen (dpa) - Bei einem Bombenanschlag im Zentrum Athens ist am Donnerstag ein Justizgebäude schwer beschädigt worden. Zahlreiche Autos wurden zerstört, viele Fensterscheiben in der Region gingen zu Bruch.

Der Sprengsatz war an einem Motorrad befestigt, das vor dem Verwaltungsgericht der griechischen Hauptstadt geparkt war. Ein anonymer Anrufer hatte Medien etwa 45 Minuten vor der Explosion gewarnt, so dass die Menschen in Sicherheit gebracht werden konnten. Verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand.

Die Regierung verurteilte den Anschlag. «Die Bomben machen der Demokratie keine Angst», sagte Justizminister Haris Kastanidis im Fernsehen nach einem Besuch des Tatorts. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. Der anonyme Anrufer hatte bei seiner Warnung genaue Angaben über das Motorrad und dessen Kennzeichen gemacht.

Nach Angaben eines Augenzeugen hatten zwei Männer, die Polizeiuniformen trugen und bewaffnet waren, das Motorrad zwei Stunden vor der Explosion am Gericht geparkt. In der Nähe des Gebäudes im dicht bewohnten Stadtteil Ampelokipoi befinden sich eine U-Bahn-Station, ein Krankenhaus und ein Altersheim. «Die Explosion war wie ein Erdbeben. Ein tiefes Dröhnen und dann wackelte unser Haus», sagte Anwohner Theodoros Ioannidis.

Autonome linke Gruppen hatten in den vergangenen Monaten wiederholt Anschläge in Griechenland verübt. Im Juni wurde ein Polizist ermordet. Ein Beamter war im Januar von schwer bewaffneten Extremisten angegriffen und lebensgefährlich verletzt worden. Die Autonomen schickten zudem mehrere Briefbomben, darunter auch eine an Bundeskanzlerin Angela Merkel, die aber rechtzeitig entdeckt wurde.

Polizei / Griechenland
30.12.2010 · 13:46 Uhr
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