Paris (www.aktiencheck.de) - Bei den wichtigsten europäischen Indizes verzeichnen im Freitaghandel auch zur Mittagszeit mehrheitlich moderate Zugewinne. Die Laune der Investoren wird dabei auch durch neue Hoffnungen auf geldpolitische Maßnahmen von Seiten der Notenbanken aufgehellt. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewinnt derzeit 0,38 Prozent auf 2.465,96 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 gibt um 0,03 Prozent nach auf 2.568,22 Zähler. Die europäischen Länderbörsen weisen Aufschläge aus.
Die Leistungsbilanz der Eurozone hat nach Angaben der europäischen Zentralbank (EZB) im Juni mit einem höheren Überschuss abgeschlossen. So wuchs der saisonbereinigte Aktivsaldo auf 12,7 Mrd. Euro, nach einem Plus von 10,3 Mrd. Euro im Mai 2012. In der wichtigsten Teilbilanz, der Handelsbilanz, stellte sich der Überschuss auf 12,8 Mrd. Euro, nach einem Plus von 8,2 Mrd. Euro im Mai. Daneben fiel der Überschuss bei den Dienstleistungen von 6,2 Mrd. Euro auf 5,2 Mrd. Euro. Ferner hat die Handelsbilanz der Eurozone im Juni mit einem größeren Überschuss geschlossen. Dies teilte das Europäische Statistikamt Eurostat im Rahmen seiner ersten Schätzung mit. So wurde im Euroraum (ER17) beim Handel mit Drittländern ein Überschuss von 14,9 Mrd. Euro ausgewiesen, nach Aktivsalden von 7,1 Mrd. Euro im Vormonat und 0,2 Mrd. Euro im Juni 2011. Hierbei stiegen die saisonbereinigten Ausfuhren auf Monatssicht um 2,4 Prozent und die Einfuhren blieben fast stabil. Ferner belief sich der Überschuss der gesamten Union (EU27) auf 0,4 Mrd. Euro, nach Defiziten von 3,8 Mrd. Euro im Vormonat und 15,3 Mrd. Euro im Vorjahresmonat. Die Exporte nahmen binnen Monatsfrist um 2,1 Prozent und die Importe um 0,9 Prozent zu.
An den US-Börsen zeichnet sich heute eine uneinheitliche Handelseröffnung ab. So tendiert der Dow Jones Future derzeit unverändert. Der NASDAQ-Future steigt um 0,06 Prozent, während der S&P-Future 0,05 Prozent verliert. Aus den USA werden heute die Verbraucherstimmung sowie die Frühindikatoren gemeldet.
Die italienische Leistungsbilanz hat im Juni nach Angaben der Notenbank mit einem Überschuss abgeschlossen. So belief sich der Aktivsaldo auf 1,03 Mrd. Euro, gegenüber einem Defizit von 2,67 Mrd. Euro im Vorjahresmonat. Hierbei verzeichnete die Warenhandelsbilanz einen Überschuss von 2,8 Mrd. Euro, gegenüber einem Passivsaldo von 996 Mio. Euro im Vorjahresmonat. Daneben belief sich das Plus in der Dienstleistungsbilanz auf 525 Mio. Euro.
Die Arbeitsmarktsituation in Schweden hat sich derweil im Juli nach Angaben des nationalen Statistikamtes verbessert. So verringerte sich die Arbeitslosenrate auf 4,6 Prozent. Davor stand sie im Vorjahresmonat bei 4,7 Prozent.
Die französischen Frühindikatoren sind im Juni weiter zurückgegangen. Dies gab das Conference Board bekannt. Demnach schrumpften die Frühindikatoren auf Monatssicht um 0,3 Prozent. Für Mai war ein Rückgang des Index um 0,2 Prozent ausgewiesen worden. Im CAC 40 verteuern sich an der Indexspitze Vallourec um 3,4 Prozent, während die rote Laterne von Publicis Groupe mit einem Wertverlust von 1,3 Prozent getragen wird.
Zahlen gibt es heute aus der Schweiz. Der Lebensversicherer Swiss Life Holding konnte im ersten Halbjahr mit einem Anstieg beim Betriebsgewinn aufwarten, musste unter dem Strich jedoch angesichts positiver Einmaleffekte im Vorjahreszeitraum einen Gewinnrückgang ausweisen. Profitiert hat man dabei vor allem von weiteren operativen Fortschritten und einem starken Anlageergebnis. Die Aktie verteuert sich im breiten Markt um 3,1 Prozent. Die [WKN=UB0BL6]UBS[/WKN] steht einem Zeitungsbericht zufolge derweil derzeit nicht in Verhandlungen mit den zuständigen Behörden über einen Vergleich im Libor-Skandal. Der Titel verbessert sich auf Platz zwei der Gewinnerliste im SMI um 1,2 Prozent. Vorne legen die Aktien des Wettbewerbers Credit Suisse um 2,7 Prozent zu, während Julius Baer um 0,1 Prozent nachgeben. Die letzten beiden Plätze im SMI werden von Novartis und Givaudan mit Abschlägen von 0,6 bzw. 0,4 Prozent belegt.
Sanochemia Pharmazeutika konnte im Neunmonatsbericht des Geschäftsjahres 2011/12 alle wesentlichen Kennzahlen verbessern. Die Anteilsscheine des Pharmakonzerns rücken um 3,4 Prozent vor.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.465,96 (+0,38 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.568,22 (-0,03 Prozent) FTSE 100 (London): 5.845,15 (+0,18 Prozent) CAC40 (Paris): 3.482,56 (+0,06 Prozent) MIB (Mailand): 15.196,52 (+1,78 Prozent) SMI (Zürich): 6.529,66 (+0,17 Prozent) ATX (Wien): 2.099,65 (+0,71 Prozent) (17.08.2012/ac/n/m)