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Blutiger Machtkampf in Elfenbeinküste spitzt sich zu

Abidjan (dts) - Der blutige Machtkampf in der Elfenbeinküste spitzt sich nach Angaben verschiedener Hilfsorganisationen weiter zu. Ein Vertreter der Caritas sagte, dass "die humanitäre Lage dramatisch" sei und immer mehr Menschen entweder aus der Krisenregion flüchten oder sich in ihren Häusern verbarrikadieren. Die Versorgung der Zivilbevölkerung in Abidjan wurde seitens der Caritas mittlerweile eingestellt, da die Hilfskräfte durch die andauernden Gefechte nicht mehr zur Zivilbevölkerung durchdringen können.

Nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) befinden sich schätzungsweise eine Million Menschen auf der Flucht. In Abidjan, der größten Stadt des Landes, halten die Gefechte zwischen den Einheiten des gewählten Präsidenten Alassane Ouattara und dem scheidenden Präsidenten Laurent Gbagbo weiter an. Wie am Samstag bekannt wurde, fielen 1.000 Menschen einem Massaker im Westen des Landes zum Opfer, welches sich bereits am Dienstag ereignet haben soll. Die UN hatte am Mittwoch auf Drängen von Frankreich und Nigeria eine Resolution verabschiedet, mit der der Druck auf Gbagbo erhöht werden soll. So wurden die Konten von ihm und seinen Vertrauten im Ausland eingefroren. Ouattara, ehemaliger Spitzenfunktionär beim Internationalen Währungsfonds, erhielt bei der Wahl Ende November 2010 54 Prozent der Stimmen und wurde zum Wahlsieger erklärt. Sein Kontrahent Gbagbo akzeptiert den Ausgang der Wahlen bis heute nicht und beansprucht weiterhin das Präsidentenamt.
Elfenbeinküste / Proteste / Militär / Weltpolitik
02.04.2011 · 16:17 Uhr
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