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BKA sieht keine unmittelbare Terrorgefahr

Berlin (dts) - Der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Jörg Ziercke, hat die jüngsten Berichte über aktuelle Terrorgefahren in der Sitzung des Bundestags-Innenausschusses am Mittwochmorgen stark relativiert. Das berichtet die "Mitteldeutsche Zeitung" (Donnerstag-Ausgabe). Nach Angaben des innenpolitischen Sprechers der SPD-Bundestagsfraktion, Dieter Wiefelspütz, sagte Ziercke in der Sitzung: "Das ist seit Monaten bekannt."

Wiefelspütz zufolge lässt sich aus den Ausführungen des BKA-Chefs ein klarer Schluss ziehen: "Die Sicherheitslage hat sich nicht verändert." US-amerikanische und britische Medien hatten berichtet, dass westliche Geheimdienste Anschläge pakistanischer Terroristen in europäischen Großstädten verhindert hätten. Die Attacken sollten demzufolge nach dem Vorbild der Terrorangriffe in Mumbai im Jahr 2008 ablaufen. Damals hatten Islamisten in der indischen Metropole über drei Tage zwei Luxushotels und mehrere weitere Orte besetzt, 166 Menschen wurden getötet und mehr als 300 verletzt. Die Informationen über die geplanten Anschläge sollen US-Medienberichten zufolge aus der Vernehmung eines mutmaßlichen deutschen Terroristen stammen, der im Sommer nach Pakistan reisen wollte und in Afghanistan festgenommen wurde. Das US-Militär habe dann mit Drohnen Ziele in der pakistanischen Unruheregion Waziristan angegriffen.
DEU / Terrorismus / Justiz
29.09.2010 · 14:46 Uhr
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