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BKA: Keine radikale Familie um Flughafen-Täter

Nach dem tödlichen Anschlag von Arid Uka auf zwei US-Soldaten am Frankfurter Flughafen am 02.03.2011 werden die Leichen der Opfer abtransportiert. Foto: Boris RoesslerGroßansicht

Frankfurt/Main (dpa) - Die Familie des Attentäters vom Frankfurter Flughafen ist nach Einschätzung des Bundeskriminalamtes (BKA) nicht islamistisch.

Der kosovarische Großvater des Angeklagten Arid Uka sei zwar ein Imam und die Familie vom religiösen Glauben geprägt, sagte eine BKA-Beamtin vor dem Oberlandesgericht (OLG) in Frankfurt. «Aber im normalen Bereich. Das hat mit radikal- islamistischen Tendenzen nichts zu tun.» Die Mutter des 21-Jährigen etwa sei nicht verschleiert.

Uka hatte bei Prozessbeginn Ende August gestanden, auf dem Frankfurter Flughafen zwei US-Soldaten erschossen und zwei andere lebensgefährlich verletzt zu haben. Er ist wegen zweifachen Mordes und dreifachen Mordversuchs vor dem Staatsschutzsenat des OLG angeklagt. Das Urteil wird im Januar erwartet.

Nach Auffassung des Generalbundesanwalts ist Uka ein Einzeltäter, der sich im Internet von islamistischer Propaganda anstacheln ließ. Die US-Soldaten waren von dem Anschlag am 2. März nach den Aussagen mehrerer Zeugen völlig überrascht worden. Die beiden damals schwer verletzten Soldaten sollten am Nachmittag gehört werden.

Dem Antrag des Angeklagten, seinen Pflichtverteidiger zu entbinden, bescheinigte der Vorsitzende Richter am Montag keine große Aussicht auf Erfolg. Ein ernsthaftes Zerwürfnis des Vertrauensverhältnisses sei nicht erkennbar. Uka wird zudem von einer Anwältin seiner Wahl vertreten.

Prozesse / Terrorismus
14.11.2011 · 13:12 Uhr
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