News
 

BKA-Chef Ziercke warnt vor zunehmender Rocker-Gewalt

Wiesbaden (dts) - Der Präsident des Bundeskriminalamts (BKA), Jörg Ziercke, hat sich "mit großer Sorge" zu den jüngsten Entwicklungen bei der Rocker-Kriminalität geäußert. Dem Nachrichtenmagazin "Focus" sagte er, alarmierend seien vor allem die "verstärkten Bemühungen" von Rockern, in der legalen Wirtschaft Fuß zu fassen. Zum Geschäftsgebaren gehört dabei laut Ziercke auch "die Anwendung von Gewalt".

Ziel sei ein "territorialer und finanzieller Machtzuwachs insbesondere gegenüber konkurrierenden Banden". Auch die intensiven internationalen Kontakte deutscher Clubs stufen die Sicherheitsbehörden als problematisch ein. "Grenzüberschreitende Vernetzungen krimineller Rockergruppierungen, insbesondere nach Ost- und Südosteuropa, nehmen zu", warnte Ziercke in "Focus". Einen "unmittelbaren Vergleich" mit der Mafia will der BKA-Chef nicht ziehen: "Fakt ist aber, dass sich Mitglieder von Rockergruppen in Strukturen bewegen, denen ein hohes Potenzial Organisierter Kriminalität zuzurechnen ist", sagte er "Focus". Dabei gehe es vor allem um Rohheits- und Gewaltdelikte, aber auch um Verstöße gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz. Zuletzt waren die Behörden massiv gegen Rocker vorgegangen.
DEU / Justiz / Gewalt
03.06.2012 · 07:48 Uhr
[0 Kommentare]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
 

 

News-Archiv

 
Diese Woche
23.05.2017(Heute)
22.05.2017(Gestern)
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News

Weitere Themen