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Bis zu 2,5 Prozent Sondersteuer für Spaniens Reiche

Madrid (dpa) - Reiche Spanier werden in der Krise stärker zur Kasse gebeten: Die sozialistische Regierung in Madrid hat am Freitag beschlossen, die vor drei Jahren abgeschaffte Vermögenssteuer vorläufig wieder einzuführen. Sie wird für alle Steuerzahler fällig, deren Vermögen mit mehr als 700 000 Euro beziffert wird.

Nach Angaben der Regierung sind etwa 160 000 Menschen betroffen, sie müssen 0,2 Prozent Sonderangabe bezahlen. Die Belastung steigt progressiv: Für die sehr Reichen - mit einem Vermögen von mehr als 10,7 Millionen Euro - gilt ein Sondersteuersatz von 2,5 Prozent.

In diesen Krisenzeiten «ist es normal, dass wer mehr hat auch mehr beisteuert», sagte Regierungssprecher José Blanco zur Begründung. Er betonte, dass die Mittelschicht nicht von der neuen Vermögenssteuer betroffen sei. Bei der 2008 abgeschafften «Reichensteuer» lag die Grenze für die Abgabe bei 108 000 Euro.

Die sogenannte Vermögenssteuer soll nur für die Jahre 2011 und 2012 gelten. Der spanische Staat erhofft sich nach Angaben von Finanzministerin Elena Salgado zusätzliche Einnahmen von bis zu 1,08 Milliarden Euro im Jahr.

Die konservative Volkspartei (PP) von Oppositionsführer Mariano Rajoy ist gegen die Wiedereinführung der Steuer. Mehrere Regionen, in denen die PP regiert, haben bereits signalisiert, dass sie die Steuer nicht erheben wollen. Der PP wird in den jüngsten Umfragen ein klarer Sieg bei den für den 20. November angesetzten vorgezogenen Parlamentswahlen vorausgesagt.

EU / Finanzen / Spanien
16.09.2011 · 17:07 Uhr
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