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Birma: Aung San Suu Kyi sagt vor Gericht aus

Rangun (dts) - Die birmanische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi hat am Dienstag vor Gericht ausgesagt. Suu Kyi wehrte sich am siebten Verhandlungstag gegen eine Arrestverlängerung durch die Militärregierung in ihrem Land. Die von der Regierung erhobenen Vorwürfe, gegen Arrestauflagen verstoßen zu haben, wies sie gestern vor Gericht deutlich zurück. Bislang hatten die Verhandlungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt gefunden, am Dienstag hingegen durften ungefähr 40 Diplomaten aus aller Welt sowie einheimische Reporter dem Prozess beiwohnen. Am Ende des Verhandlungstages hoben die Behörden zwar den Hausarrest auf, allerdings muss sich die 63-Jährige nun für den Zwischenfall mit dem US-Amerikaner John William Yettaw verantworten. Dieser hatte sich Zugang zu dem Anwesen der Friedensnobelpreisträgerin verschafft, indem er einen angrenzenden See durchschwommen hatte. Erst am nächsten Tag sei sie über den unerwünschten Besucher informiert worden. Die Anklage hatte weltweit für Entrüstung gesorgt. In einer Stellungnahme bezeichnen Vertreter der Staatengemeinschaft ASEAN den Prozess als "abgekartetes Spiel", um die Oppositionsführerin weiter unter Arrest zu halten. Die letzten 19 Jahre hat Suu Kyi im Gefängnis und unter Hausarrest verbracht. Kurz vor Ablauf dieser Auflagen drohen ihr nun weitere drei bis fünf Jahre Freiheitsentzug.
Birma / Opposition / Prozess / Militär
27.05.2009 · 01:49 Uhr
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