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Bin Laden nennt Obama «machtlos»

Terroranführer Osama bin Laden auf einem Archivfoto vom 26.08.2000.Großansicht
Washington (dpa) - Kurz nach dem Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September hat das Terrornetzwerk El Kaida eine neue Botschaft von Osama bin Laden im Internet veröffentlicht. In der nach ersten Einschätzungen echten Audio-Botschaft nennt Bin Laden US-Präsident Barack Obama «machtlos».

Obama sei zu schwach, die Kriege in Afghanistan und im Irak zu beenden. Der seit Jahren gesuchte Terrorchef verteufelt erneut die engen Beziehungen zwischen den USA und Israel. «Von Anfang an haben wir viele Male erklärt, dass der Grund für unseren Konflikt mit Euch Eure Unterstützung für Eure Verbündeten, die Israelis, ist, die unser Land in Palästina besetzen. Diese Haltung und andere Missstände sind, was uns zur Ausführung der Ereignisse vom 11. September veranlasst hat», zitierte der US-Sender CNN aus der Aufnahme.

Die Obama-Regierung stehe unter dem Einfluss der republikanischen Vorgänger-Administration, sagte Bin Laden weiter. So habe Obama beispielsweise den konservativen Verteidigungsminister Robert Gates aus der Regierung Bush übernommen. Obama sei nicht in der Lage, den Irakkrieg zu beenden, wie er es versprochen habe, «stattdessen wird er ihn so lange wie nur möglich fortführen.» Weiter heißt es: «Wenn ihr den Krieg beendet, dann ist es gut. Wenn nicht, haben wir keine andere Wahl als unseren Zermürbungskrieg an jeder Front weiterzuführen.»

Die Audio-Botschaft wurde am Sonntag auf der El-Kaida-Propagandaseite As-Sahab und anderen radikalislamischen Webseiten veröffentlicht. Die US-Behörden prüften am Montag die Echtheit der Aufnahme, gingen nach Medienberichten aber davon aus, dass sie tatsächlich von Bin Laden stammt. Er hatte sich bereits in der Vergangenheit zumeist im Zeitraum September/Oktober mit Botschaften an die US-Bevölkerung gewandt, also zeitnah zum Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001.

Die jüngste Botschaft «an das amerikanische Volk» dauert nach Informationen des amerikanischen «Intel-Center» 11 Minuten 20 Sekunden. Die Stimme ist mit einem Bild des Terroristen unterlegt, der sich nach Geheimdienst-Vermutungen an der Grenze zwischen Pakistan und Afghanistan versteckt hält. Die letzte Erklärung Bin Ladens war im Juni 2009 veröffentlicht worden.

Terrorismus / USA
14.09.2009 · 15:13 Uhr
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