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Billionenschaden durch organisiertes Verbrechen

Frau an einer polnischen Autobahn: Ein teuflischer Kreislauf aus Gewalt, Prostitution und Angst zwingt Frauen weltweit in moderne Formen der Sklaverei. Foto: Patrick Pleul/Symbol

Wien (dpa) - Die Vereinten Nationen haben erstmals den weltweiten Schaden durch organisiertes Verbrechen, Drogenschmuggel und Menschenhandel berechnet: Er liegt bei 2,1 Billionen Dollar (1,6 Billionen Euro) jährlich und entspricht damit etwa dem Bruttoinlandsprodukt Italiens oder Großbritanniens.

Die für das Jahr 2009 ermittelte Schadenssumme der grenzüberschreitenden Kriminalität entspricht zudem 3,6 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung, wie der Leiter des UN-Büros zur Drogen- und Verbrechensbekämpfung, Juri Fedotow, am Montag in Wien sagte. Allein Menschenhändler kassieren demnach jährlich etwa 32 Milliarden Dollar.

«Es ist klar, dass das, was früher nur als Verbrechen betrachtet wurde, heute eine globale Bedrohung für die Gesundheit, Sicherheit und nachhaltige Entwicklung der Welt ist», sagte Fedotow am Rande der Eröffnung der jährlichen UN-Konferenz zum Thema Kriminalität. Durch grenzüberschreitende Kriminalität könne das Erreichen der Milleniums-Entwicklungsziele der UN bis 2015 verhindert werden.

UN / Kriminalität
24.04.2012 · 06:28 Uhr
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