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Bildt: Schweden wird seine Politik nicht ändern  

Brüssel (dpa) - Schweden will seine Afghanistan-Strategie nach dem Terroranschlag in Stockholm nicht ändern. «Das wird sicher keinen Einfluss auf unsere Außen- oder Innenpolitik haben», sagte Schwedens Außenminister Carl Bildt vor einem Treffen der EU-Außenminister am Montag in Brüssel.

Man müsse abwarten, was die Untersuchungen der Polizei ergeben und dann Schlüsse ziehen. Aber: «Wir nehmen es eher gelassen», sagte Bildt. Geschockt habe ihn der Anschlag in einem belebten Einkaufsviertel in der Stockholmer Innenstadt nicht. «Wir leben in einer Welt, die so ist, wie sie ist.» Bei einer der beiden Explosionen am Samstag starb der mutmaßliche Selbstmordattentäter. Zwei Passanten wurden verletzt.

Europas Außenminister beraten bei ihrem Treffen auch über die Krise im Nahen Osten. Bildt nannte den Stand des Friedensprozesses «sehr beunruhigend». Es sei wichtig, dass die Gespräche weitergeführt werden. Schweden sei bereit, einen Palästinenserstaat anzuerkennen. «Wir wären froh, das zu tun, wenn die Bedingungen erfüllt sind», sagte Bildt. Noch sei es aber nicht soweit. Eine zentrale Bedingung sei die Anerkennung Israels durch die Palästinenser. «Wir streben an, dass das passiert», sagte Bildt. Außerdem aber müsse die EU beim Aufbau eines Palästinenserstaates helfen.

EU / Außenminister / Terrorismus / Schweden
13.12.2010 · 13:01 Uhr
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