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Bilder angeblich «gefälscht»: Syrien weist Foltervorwürfe zurück

Damaskus (dpa) - Das Regime in Syrien hat die jüngsten Foltervorwürfe zurückgewiesen. «Das Justizministerium billigt diesen Berichten keine Authentizität zu», hieß es in einer Erklärung, die von der staatlichen Nachrichtenagentur Sana verbreitet wurde.

«Es handelt sich um politisch motivierte Berichte, denen es an Objektivität und Professionalität mangelt», hieß es darin weiter.

Der britische «Guardian» und die Webseite des US-Senders CNN hatten am Dienstag über einen syrischen Polizei-Fotografen berichtet, der bei der Flucht aus Syrien rund 55 000 Fotos von getöteten Folteropfern mitgenommen hatte. Nach Ansicht von drei ehemaligen UN-Staatsanwälten belegt das Material die Misshandlung und Tötung von 11 000 politischen Gefangenen in Syrien, die in anonymen Massengräbern verscharrt wurden.

Das syrische Justizministerium bezeichnete die Bilder des Überläufers als «Fälschung». Die ehemaligen UN-Staatsanwälte halten sie hingegen für authentisch. Ihrer Ansicht nach könnten sie bei künftigen internationalen Strafverfahren gegen den syrischen Machthaber Baschar al-Assad und andere Vertreter seines Regimes als Beweismaterial dienen.

Die Berichte im «Guardian» und bei CNN erschienen unmittelbar vor der Friedenskonferenz für Syrien, die am Mittwoch in der Schweizer Stadt Montreux begann.

Konflikte / Menschenrechte / UN / Syrien
22.01.2014 · 13:03 Uhr
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