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BGH entscheidet über Gentests an Embryonen

Mikroskopische Aufnahme einer menschlichen Eizelle, die zu Demonstrationszwecken injiziert wird (Symbolbild). Der BGH entscheidet, ob die Untersuchung von Embryonen außerhalb des Mutterleibs strafbar ist.Großansicht
Leipzig (dpa) - Der Bundesgerichtshof BGH beschäftigt sich seit Dienstag mit umstrittenen Gentests an künstlich befruchteten Embryonen. Der 5. Strafsenat in Leipzig hat zu entscheiden, ob die Untersuchung von Embryonen außerhalb des Mutterleibs strafbar ist und gegen das Embryonenschutzgesetz verstößt.

Ein Berliner Gynäkologe hatte die sogenannte Präimplantationsdiagnostik bei drei erblich belasteten Paaren angewendet und dann Embryonen ohne genetischen Defekt eingepflanzt. Anschließend zeigte er sich selbst an und schuf damit einen Präzedenzfall. Das Berliner Landgericht sprach ihn frei. Die Staatsanwaltschaft ging in Revision.

Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften

Prozesse / Medizin
06.07.2010 · 12:04 Uhr
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