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Bewohner gesteht Brandstiftung im Obdachlosenheim

Obdachlosenheim in FlammenGroßansicht
Calw (dpa) - Der verheerende Brand in einem Obdachlosenheim im baden-württembergischen Calw mit vier Toten ist von einem 22 Jahre alten Bewohner gelegt worden.

Er habe sich dabei selbst umbringen wollen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag bei einer Pressekonferenz mit. Der 22-Jährige sei am Donnerstag in Waiblingen festgenommen worden und sitze in Untersuchungshaft. Der berufslose, angelernte Maler habe ein detailliertes Geständnis abgelegt. Nachdem er Feuer gelegt hatte und den Rauch bemerkte, habe er sich aber gegen den Selbstmord entschieden und das Wohnheim nachts verlassen.

«Er handelte nach eigenen Angaben in Suizidabsicht - er war seines Lebens müde», sagte der Tübinger Oberstaatsanwalt Walter Vollmer in Calw. Der mutmaßliche Täter gilt als introvertiert und wortkarg. Ihm wird vierfacher Mord und mehrfacher versuchter Mord vorgeworfen.

Nach dem jungen Mann war zunächst als Zeuge gesucht worden. Er hatte das Haus laut Polizei mit einem Rucksack auf dem Rücken verlassen. Er war zu seinem Bruder gegangen und hatte ihm erklärt, er sei in Calw «rausgeflogen».

Drei der vier getöteten Männer im Alter von 36 bis 59 Jahren sind inzwischen bei der Obduktion identifiziert worden. Zwei Männer im Alter von 31 und 44 Jahren hatten sich durch einen Sprung aus dem Fenster vor den Flammen gerettet. Sie wurden dabei schwer verletzt, sind inzwischen aber außer Lebensgefahr.

Brände
21.08.2009 · 12:33 Uhr
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