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Bewegung bei Afghanistan-Position der Linken

Der Linken-Spitzenpolitiker Bodo Ramelow versucht mit einem Schwenk in der Afghanistan-Politik auf die SPD zuzugehen.Großansicht
Berlin (dpa) - Angesichts des neuen Linkskurses der SPD gibt es in den Reihen der Linken Bewegung beim zentralen Konfliktthema Afghanistan-Einsatz. Bundestagsfraktionsvize Bodo Ramelow sagte der «Welt am Sonntag»: «Uns geht es nicht um einen sofortigen Abzug.»

«Das wäre wie eine Flucht damals aus Vietnam», so Ramelow weiter. Parteichef Oskar Lafontaine wies die Position aber am Samstag in einer Mitteilung umgehend zurück: «Die Position der Partei Die Linke ist klar: Wir sind für einen sofortigen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan.»

Ramelow deutete hingegen Bewegungsmöglichkeiten an, wenn die SPD einen Abzug der derzeit mehr als 4000 deutschen Soldaten anstrebt. «Die SPD muss sich klar werden über einen ehrlichen Zeitplan», verlangte er. «Untersetzt man den Zeitplan mit mehr Militär, ist das mit uns nicht machbar. Untersetzt man es mit mehr nachweislichem zivilem Engagement und dem stufenweisen Abzug, dann sind wir offen.»

Nach den dramatischen Verlusten bei der Bundestagswahl hatten auch mehrere SPD-Politiker eine stärkere Annäherung an die Linkspartei gefordert. Ramelow hatte als Spitzenkandidat in Thüringen versucht, ein Bündnis mit SPD und Grünen zustande zu bringen - allerdings entschied sich die SPD für Koalitionsverhandlungen mit der CDU.

Parteien / Linke / SPD
04.10.2009 · 12:22 Uhr
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