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Bewährungsstrafe im Islamisten-Prozess

Oberlandesgericht MünchenGroßansicht

München (dpa) - Im Prozess gegen vier mutmaßliche Islamisten hat das Oberlandesgericht München am Dienstag einen 25-Jährigen zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten auf Bewährung verurteilt.

Die Richter folgten damit dem Antrag der Verteidigung. Die Bundesanwaltschaft hatte für den Mann zehn Monate Haft wegen Unterstützung und Werbung für eine terroristische Vereinigung gefordert.

Zwei weitere Angeklagte wurden zwar für schuldig befunden, im Falle eines 18-Jährigen wird aber noch über eine Jugendstrafe entschieden. Eine mitangeklagte Frau muss an einem sozialen Trainingskurs teilnehmen, da sie nur für die Vereinigung geworben hatte. Für beide hatte die Bundesanwaltschaft Bewährungsstrafen von acht Monaten gefordert. Gegen den vierten wurde das Verfahren abgetrennt; es sollte am Nachmittag fortgesetzt werden.

Das weitgehend geständige Quartett hatte von 2006 und 2008 über die Internet-Portale der militanten «Globalen Islamischen Medienfront» Propagandamaterial und Gräuel-Videos verbreitet. Gegen vier weitere mutmaßliche Islamisten dauert der Prozess an. Alle acht waren wegen Unterstützung der terroristischen Vereinigungen Al Kaida und Ansar al-Islam sowie der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung angeklagt.

Prozesse / Kriminalität / Terrorismus
19.07.2011 · 11:40 Uhr
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