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Bettencourt-Affäre: Minister gerät weiter unter Druck

Nicolas Sarkozy und Eric WoerthGroßansicht

Paris (dpa) - In der Parteispendenaffäre um ranghohe französische Politiker und die Multimilliardärin Liliane Bettencourt (87) gerät Arbeitsminister Eric Woerth weiter unter Druck.

Vor Journalisten in Paris gab er am Donnerstag eine Intervention zugunsten des Vermögensverwalters der L'Oréal-Erbin, Patrice de Maistre, zu. Der Minister erklärte am Donnerstag, er habe sich im März 2007 als Abgeordneter für eine Ordensverleihung an de Maistre eingesetzt. Woerth hatte über seinen Anwalt zuvor bestritten, er habe de Maistre wegen dessen Verdiensten für die Regierungspartei UMP einen Orden der Ehrenlegion zukommen lassen.

Der Politiker steht unter Verdacht, als UMP-Schatzmeister von Vermögensverwalter de Maistre illegal 150 000 Euro für den Präsidentschaftswahlkampf von Nicolas Sarkozy bekommen zu haben. De Maistre hatte auch Woerths Frau Florence in der Vermögensverwaltung der Bettencourts angestellt. Woerth (54) ist durch die Affäre stark geschwächt. Frankreichs Medien spekulieren seit Tagen über eine bevorstehende Regierungsumbildung. Unklar ist dabei, ob Präsident Nicolas Sarkozy an seinem bedrängten Arbeitsminister weiter festhalten wird oder nicht. Er gilt als dessen enger Vertrauter und soll Frankreichs umstrittene Rentenreform durchsetzen.

Regierung / Gesellschaft / Affären / Frankreich
02.09.2010 · 14:46 Uhr
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