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Berlusconi schon wieder beleidigt?

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L'Aquila (dpa) - Peinliche Panne der Amerikaner beim G8-Gipfel? Zumindest, wenn es nach italienischen Journalisten geht, scheint die US-Regierung Italiens Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi beleidigt zu haben.

Im Pressezentrum von L'Aquila kursierte am Mittwoch ein «Skandal». Schon beim G8-Gipfel im japanischen Toyako 2008 hatte sich das Weiße Haus bei Berlusconi wegen der offiziellen US-Pressemappe entschuldigen müssen.

Im Unterschied zu allen anderen politischen Persönlichkeiten, die in der dicken US-Pressemappe ausführlich vorgestellt werden, sind dem Gastgeber des G8-Gipfels 2009 nur einige karge Worte gewidmet: Er wird als «Italiener, Politiker, Unternehmer, Ministerpräsident» beschrieben, der Rest sind knappe Geburts-und Wahldaten - und dabei wird noch auf britische und amerikanische Medienquellen verwiesen. Kanzlerin Angela Merkel wird ausführlich auf anderthalb Seiten gewürdigt, der Ministerpräsident der Türkei, Recep Tayyip Erdogan sogar auf zweieinhalb Seiten - jeweils mit den Quellen Kanzleramt oder der Partei Erdogans.

Beim G8-Gipfel in Japan wurde Berlusconi als Vertreter eines Landes dargestellt, «das bekannt ist für Korruption und Lasterhaftigkeit». Der Regierungschef werde von vielen in seinem Land gehasst und als «politischer Dilettant» angesehen. 2008 entschuldigte sich das Weiße Haus dafür.

G8 / Gipfel / USA / Italien
08.07.2009 · 22:44 Uhr
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