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Berlins Innensenator: Türkei erschwert Integration

Ehrhart KörtingGroßansicht
Berlin (dpa) - Die Politik der türkischen Regierung erschwert nach Ansicht von Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) die Integration türkischer Einwanderer in Deutschland.

«Wir haben in Teilbereichen der Integration ein Problem, weil sich der türkische Staat noch immer politisch verantwortlich für die Türken in Deutschland fühlt und sich einmischt», sagte Körting der «Berliner Morgenpost» (Dienstag). Als Beispiel nannte er den Besuch des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan vor fast zwei Jahren am Ort einer Brandkatastrophe in Ludwigshafen, bei der neun Menschen türkischer Herkunft ums Leben kamen.

«Der türkische Staat begreift die Auswanderer noch immer als Bürger seines Landes. Das geht nicht», sagte Körting. Viele Türken hätten sich längst in die deutsche Gesellschaft integriert, etwa 80 000 Türken seien beispielsweise in Berlin eingebürgert. Aber immer noch hätten 140 000 Berliner einen türkischen Pass. «Berlin versteht sich als Einwandererland», sagte Körting.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) will eine bessere Integrationspolitik zu einem Schwerpunkt der rot-roten Koalition in der Hauptstadt machen. Das zeige sich schon im gerade beschlossenen Doppelhaushalt, hatte Wowereit in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa gesagt. So seien mehr Mittel für das Quartiersmanagement, für Stadtteilmütter sowie für die frühkindliche Sprachförderung bewilligt.

Ausländer / Gesellschaft / Berlin
29.12.2009 · 12:57 Uhr
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