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Berliner Senator kritisiert Wulff: «Zweiter Skandal»

Berlin (dpa) - Der Berliner Innensenator Ehrhart Körting (SPD) hat Bundespräsident Christian Wulff scharf kritisiert. Im Sender n-tv warf Körting Wulff vor, die Bundesbank dazu ermuntert zu haben, sich von ihrem Vorstandsmitglied Thilo Sarrazin zu trennen.

Das sei ein «zweiter Skandal». Körting sagte: «Für noch skandalöser halte ich, dass der Bundespräsident als derjenige, der über die Abberufung Sarrazins neutral und unabhängig entscheiden soll, sich vorher schon äußert und die Bundesbank ermuntert, tätig zu werden.»

Körting sprach von einer «Hexenjagd» auf Sarrazin, die er problematisch finde. Der Bundesbank warf er vor, den Fall noch gar nicht geprüft zu haben. «Dass die Bundesbank darüber nachdenkt, ob dieser Mensch für das Institut noch tragbar ist, ist in Ordnung. Das müssen die Leute entscheiden und nüchtern prüfen. Das aber scheinen sie ja noch gar nicht gemacht zu haben, wenn sie jetzt erst mal einen Anwalt beauftragen, der das alles verifizieren soll.» Körting legte Sarrazin nahe, von selbst aus der SPD auszutreten. Sarrazin wäre gut beraten, Privatier zu werden und nicht Mitglied einer Partei.

Migration / Integration / Bundesbank
02.09.2010 · 22:53 Uhr
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